BlackRock und Vanguard dominieren den europäischen Vermögensverwaltungsmarkt

In den letzten zehn Jahren hat sich eine „Superliga“ US-amerikanischer Vermögensverwalter – angeführt von BlackRock, Vanguard und JPMorgan Asset Management – massiv auf dem europäischen Markt ausgebreitet. Diese Gruppe verwaltet inzwischen beeindruckende 4,9 Billionen US-Dollar an Vermögenswerten in Europa und Großbritannien (Stand: Mai 2025). Im Vergleich zu 2,2 Billionen US-Dollar im Jahr 2015 zeigt sich ein tiefgreifender Wandel in den Anlegerpräferenzen und der globalen Marktmacht.

Das Wachstum ist vor allem durch den Boom passiver Anlagestrategien wie ETFs und Indexfonds getrieben – Investitionen, die besonders durch niedrige Gebühren und breite Streuung punkten. US-Anbieter konnten diesen Trend besonders gut für sich nutzen und verdrängen zunehmend etablierte europäische Konkurrenten wie UBS, Amundi oder die deutsche DWS.

Doch nicht alle überlassen das Feld kampflos. Einige aktive Vermögensverwalter – insbesondere JPMorgan – setzen auf Spezialisierung und Performance-basierte Strategien, um gegen die Flut passiver Produkte zu bestehen. Der Markt bleibt in Bewegung, und Fusionen sowie Innovationen dürften die nächsten Jahre prägen.